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Alles was Recht ist

Alles was nicht ausdrücklich erlaubt ist, ist strikt verboten!

Alle kennen sicher diesen Ausdruck aus der Tiefe der österreichischen Seele. Begleiten Sie mich durch die wunderbare Welt des Abkupferns, Copyrights und Urheberrechtes. Anmerkung: Trotz sorgfältiger Prüfung aller Texte dieses Beitrages sind Fehler nicht auszuschliessen. Es wird daher darauf hingewiesen, daß für das vorliegende Werk keine Gewährleistung auf Vollständigkeit und Richtigkeit erhoben wird. Dies gilt vor allem für die ausgeführten Beispiele, die rein der praktischen Veranschaulichung theoretischer Inhalte dienen. Eine Haftung des Herausgebers und Autors ist ausgeschlossen.

Erstens. Copyright & Urheberrecht

"Copyright" ist nicht der Urheberrechtsvermerk alleine. Das Copyright ist im Normalfall ein Publikations- und Bearbeitungsrecht, das Urheberrecht ist das an der physischen Person gebunde Recht des ursprünglichen Erstellers, Erfinders, Illustrators, Photographen, Komponisten und bleibt zeitlebens auch bei diesem. Das österreichische (kontinentaleuropäische) Urheberrecht schützt den Urheber automatisch, also den Inhaber der Rechte am Werk selbst.

Das Urheberrecht ist das Recht des Urhebers auf sein Werk. Dieses ist im Normalfall nicht veräußerbar, aber vererbbar. Denken Sie nur an die vielen Komponisten, die oft erst nach Ihrem Tod zu Ruhm und Bekanntheit gelangt sind. In Ihren Leben sind sie allzuoft verarmt gestorben. Die Nachkommen konnten Ihr Erbrecht geltend machen und davon recht gut leben. Auch heutzutage kommt es in jedem Bereich der Wirtschaft vor, daß Ideen plötzlich andere Urheber haben ... Sorgen Sie schon heute dafür, daß Ihre Ideen nicht andere Väter bekommen.

Die Urheberrechte entstehen automatisch, sobald die Schutzvoraussetzungen vorliegen. Wenn jemand eine kunstvolle und individuelle Website oder ein individuelles Design, Photo, Illustration, Text oder Komposition erstellt hat, dann ist diese sofort geschützt. Auch ohne Copyright-Hinweis.

Der Urheber hat immer das Recht, das © (Name des Urhebers, das Datum für den Start der Urheberschaft und neuerdings zur besseren Werbewirksamkeit ergänzt durch die Webadresse) am Werk kenntlich anbringen. Es muß im Sinne des Urhebergesetzes, individuell, eigenschöpferisch und besonders kreativ sein, umein Werk zu sein. In nahezu allen Fällen wird darauf bestanden, daß Sie mit dem © auf das fremde Urheberrecht in Ihren Publikationen hinweisen.

Der Copyright-Hinweis war früher in den USA bindend notwendig. Die Urheberrechte mussten registriert und zwingend mit einem dem- entsprechenden Hinweis versehen werden. Anderenfalls war es möglich, daß die Rechte am Werk auch ohne rechtliche Klärung erlöschen. Dehalb ist der Hinweis heute stark verbreitet. Hingegen hatte das Symbol © nie eine rechtsgültige Wirkung und war immer nur ein Hinweis, ein Fingerzeig auf den Urheber. Seit 1989 entstehen auch in den USA die Urheberrechte wie in der Österreich automatisch. Das bedeutet, daß der Copyright-Hinweis nicht mehr notwendig wäre, um seine Rechte zu wahren. Der Begriff "Copyright" wie auch das Symbol © sind von europäischen Gerichten als Synonym für den "Urheberrechtshinweis" anerkannt.

"Alle Rechte vorbehalten" und "All Rights Reserved". Dieser Hinweis war in manchen Ländern notwendig. Heute zeigt er an, daß man sämtliche Rechte an einem Werk hat. Das Urheberrecht ist ein Bündel von mehreren Rechten: das Recht zur Kopie (Vervielfältigungsrecht), das Recht der Anerkennung der Urheberbezeichnung (das Recht  der Namensnennung, wenn der Urheber dies wünscht) und das Bearbeitungsrecht (ob das Bild bearbeitet werden darf) usw.

Wenn ein Werk (Photo, Illustration, Text, ...) mit der "Creative Commons"-Lizenz publiziert wurde, dann ist das “All Rights reserved” obsolet. Weil die Nutzung des Bildes in jeweils gewährtem Umfang anderen erlaubt wurde, und die Nutzung nicht “all rights reserved” sein kann. Lediglich "some Rights reserved" oder "bestimmte/einige Rechte vorbehalten" kann eingeräumt werden (mit dem Hinweis, welche Rechte nun erlaubt wurden: z.B. das Verwendungsrecht in Medien, in der Werbung, ...).

Zweitens. Ideen & Erfindungen (be)schützen

Wir alle sind Erfinder. Die eine mehr, der andere weniger. Im Zeitalter der digitalen Kommunikation ist es immer wichtiger, die Ergebnisse zu schützen.

Sie haben im Laufe Ihres Leben reichlich Erfahrungen gesammelt, und bilden nun daraus ein für alle nachvollziehbares Ergebnis. Eine Checkliste oder einen Ablaufplan der schneller und vor allem mit weniger Problemen und Hindernissen zum Ziel führt. Wie nun diese Ideen und Ergebnisse unserer Erfahrungen schützen?

Den Beweis, daß Sie der Urheber eines Konzeptes, Idee, Photos, Textes, Musikstücks oder anderer Werke sind, könnten Sie zum Beispiel antreten, indem Sie Ihr Dokument, Ihr Dossier, Ihre Unterlagen sowohl in digitaler wie auch in ausgedruckter Version an Ihren Notar oder Rechtsanwalt - per eingeschriebenen Brief unbedingt mit sichtbarem Datumsstempel versehen - versenden, und damit hinterlegen. Dadurch ist der Zeitpunkt des Erscheinens Ihres Werkes definiert. Auch im Internet haben Sie die Möglichkeit, Ihr Konzept zu hinterlegen, beachten Sie aber, daß das Internet eine offene Kommunikation ist, und auch in verschlüsselten Bereichen, vor allem wenn Sie Daten versenden, alle Daten offen transportiert werden, und bei ausreichend krimineller Energie diese auch gelesen oder geöffnet werden könnten: Hinterlegen Sie Ihr Werk nach Registrierung auf www.creativdepot.at (der WKO) in digitaler Form. Dadurch ist widerum der Zeitpunkt des Erscheinens durch einen Zeitstempel definiert. Oder auf www.copyclaim.com eines deutschen Anbieters.

Erledigen Sie das unbedingt bevor Sie Ihre Ideen vor möglichen Geldgebern oder anderen Partnern präsentieren. Nur so ist einwandfrei beweisbar, daß Sie der Urheber sind. Auch wenn jemand aus Ihrem nahen Umfeld oder ein Konkurrent plötzlich die “gleiche” Idee hat. Da sich digitale Kopien nicht vom Original unterscheiden, müssen Sie beweisen, daß Sie der “eigentliche” Urheber sind. Ausserdem existieren die Verwertungsgesellschaften Literar-Mechana (Literatur), VBK (Bildende Künstler) und Austro-Mechana (Musik), die die Urheberrechte der Unternehmer (nach entsprechender Betrauung ihrer Rechte) wahrnehmen. Die Markenanmeldung ist über die Patentämter möglich.

Drittens. Photos & andere Abbildungen

Genauso verhält es sich mit Photorechten. Mittlerweilen können Sie digitale Photos derart schützen, daß Sie ein digitales Wasserzeichen in all Ihren Photos implementieren. Diese Kenntlichmachung ist sogar nachdem es gedruckt wurde noch herauszulesen. Also relative Sicherheit für Ihre einzigartigen Photos als Photograf.

Übrigens sind auch Bildteile geschützt. Es hilft nicht, wenn Sie einen anderen Bildausschnitt aus einem vorhandenen Photo machen. Der Urheber bleibt.

Ebenso gibt es das Recht auf Ihr eigenes Bild. Wenn Sie es nicht genehmigen, dürfen Portraits von Ihnen (z.B. in der Werbung) oder schlimmstenfalls in verfänglichen Situationen nicht veröffentlicht werden. Der Fotograf benötigt eine schriftliche Freigabe von Ihnen, außer Sie sind eine Person, die in der Öffentlichkeit steht (z. B. Politiker, VIPs aber alle auch nur zu redaktionellen Zwecken).

Wenn Sie Online-Photodatenbanken nutzen, überprüfen Sie immer die Veröffentlichungsrechte. Wenn Photos zwar redaktionell, aber nicht für die Werbung freigegeben sind, dürfen Sie das in keinem Fall einseitig ändern.

Ebenso sollten Sie unbedingt davon Abstand nehmen, einfach ein Photo zu "googlen" und dann per kopieren & peinsetzen in Ihrer Webseite oder in Ihren Printmedien einzusetzen, falls die Qualität - die eigentlichen Bildgröße - ausreicht. Im Web & am Bildschirm reichen im Normalfall 72ppi, im Print benötigen Sie 300ppi.

Wenn Sie eine vorhandene Illustration insgesamt verändern (Farben, Formen,...), aber die ursprüngliche Gestaltung erkennbar ist, dann ist das eine Urheberrechtsverletzung. Es ist aber auch zu unterscheiden, ob das privat (in Ihrem Wohnbereich) oder kommerziell genutzt wird. Immer dann, wenn damit Geld verdient wird, wird es rechtlich heikel.

Viertens. Logos & Produkt/Unternehmensnamen

Schützen Sie Ihr Logo, Ihre Marke (Wort-Bild-Marke), Ihren Produktnamen. Direkt beim Patentamt Ihres Landes den nationalen Schutz beantragen. Oder Sie gehen auf Nummer sicher, und melden den EU-Markenschutz, sodaß Sie, wenn Sie Ihr Geschäft auf andere EU-Länder ausweiten, vor Ort mögliche Konkurrenten mit Ihrem Namen keine Kasse mehr machen können. Den EU-Markenschutz in allen 25 EU-Ländern (in gewünschten Klassen) erhalten Sie mittlerweilen für unter 2000 Euro. Vergessen Sie aber nicht, vorher von einem kompetenten Partner eine Markenrecherche durchführen zu lassen, der die Gefahr, daß Ihr Wunschname/Symbol in einem anderen EU-Land bereits existiert, nahezu ausschliessen kann. Wenn sich bei der Überprüfung durch die Patentämter in den einzelnen Länder herausstellt, daß in nur einem Land Ihr Name oder Logosymbol bereits existiert, ist die Anmeldegebühr futsch (wird für die Überprüfung verwendet) und sie können leider Ihre Marke nicht EU-weit schützen lassen: www.patentamt.at

Fünftens. Texte & Konzepte

Also Wissen zu finden, darüber nachzudenken, und es weiterzuentwickeln, ist die eine Sache, das Wissen zu kopieren und als sein eigenes ausgeben, die andere. Manche denken, daß man einen Begriff oder eine Wissenslücke googelt und danach die gefundenen Informationen einfach als eigenes Wissen präsentieren darf. Das ist falsch, und könnte schwer ins Auge gehen. Auf keinen Fall Inhalte von Wikipedia kopieren und diese als eigene Werke publizieren. Das sind, obwohl für alle weltweit zugänglich, keine von jedem zu veröffentlichende Inhalte. Nicht nur, daß Sie dann zur großen Gruppe der Abkupferer und Kopisten gehören, nein, Sie müssen im schlimmsten Fall auch mit Abmahnungen durch "engagierte" Rechtsanwälte rechnen.

Kopieren Sie auf keinen Fall Geschäftsbedingungen oder ähnliche zumeist von Rechtsanwälten verfasste Texte. Daß Sie kopiert haben, ist einfach nachzuvollziehen, indem sie eine Textfolge in Google eingeben und schnell fündig werden. Suchen Sie nach Muster-AGBs Ihrer Berufsgruppe, z. B. auf der Service-Webseite Ihrer Wirtschaftskammer. Diese sind für die Nutzung freigegeben: www.wko.at

Auch Loseblattwerke sind automatisch urheberrechtlich geschützt. Wenn darin selbst geschöpfte Texte, Fotos oder Grafiken zu finden sind. Und das Urheberrecht "klebt" an einem Werk auch dann, wenn es kostenlos ausgegeben wird.

Wenn Sie Ihr Buch von einer Druckerei vervielfältigen lassen, achten Sie darauf, daß da nicht ganz zufällig ein Verlag dahinter steht, und lesen Sie das Kleingedruckte. Es könnte sein, daß Sie mit dem Druckauftrag Ihre Vervielfätigungsrechte abtreten. Lesen Sie genau!

Wenn Sie Ihr Copyright - zum Beispiel das Vervielfältigkeitsrecht - zumindest teilweise veräußern wollen, so können Sie das mit Lizenzen an andere weitergeben. Ausschließliche Lizenzen, räumen jemandem - und nur diesem - die Urheberrechte umfassend ein. Derjenige hat dann fast so viele Rechte wie der Urheber selbst und nur er darf das Werk (z. B. Buch) nutzen. Er kann z. B. gerichtlich gegen andere Nutzer vorgehen. Mit einfachen Lizenzen kann man das Werk nur nutzen. Der Urheber darf in diesem Fall das Werk auch andere nutzen lassen.

Haben Sie für die Gestaltung Ihrer Webseite Templates "eingekauft"? Sie dürfen diese wiederum zwar nutzen, in keinem Fall weiterverkaufen und auch die Urheberangaben nicht entfernen, auch wenn kein © gesetzt wurde.

Sechstens. Web & Mail-Fallen

Es ist gut, daß unser Wissen so großartig im Internet zur Verfügung steht. Bedenken Sie, daß alle Informationen, die Sie auf jedwede Art auf Ihrer eigenen oder auf fremden Webseiten zur Verfügung stellen, automatisch der breiten Weltöffentlichkeit publiziert wird. Das gilt auch für Ihre Downloads. Stellen Sie zum Beispiel Informationen per PDF zur Verfügung, dann bedenken Sie, daß die digitalen Suchbots von Google auch in diese Dokumente hineinsehen. Die kompletten Dokumente inklusive Inhalt danach also bei einer Suche in der Findliste aufscheinen. Der Text ist, wenn nicht als Pixelbild abgespeichert, als Ganzes oder auch in Teilen herauskopierbar. Und die PDF-Schutzmechanismen sind in vielen Fällen umgehbar, sodass auch wenn das Dokument per Passwort geschützt ist, das Auslesen von Daten nicht unbedingt verhindert werden kann.

Alles, was echt ist. Passen Sie aber besonders hier auf, daß Sie keinen Fake-Informationen (Hoax) aufsitzen, die oft nur Angst verbreiten sollen, bzw. Hackern helfen an möglichst viele Email-Adressen zu kommen. Man wird ja meistens dazu aufgefordert, diese Mail unbedingt an seine wichtigsten Freunde und Geschäftspartner weiterzusenden.Tun Sie das nie offen, senden Sie diese Mails an Freunde und Partner über Ihren Mailclient immer mit "versteckten" Adressen (“BCC”). Ihre Kunden werden es Ihnen generell danken, wenn Sie Mails mit mehreren Empfängern nicht offen senden. Denn meistens hat das zur Folge, daß bunte Spam-Mails zahlreich bei Ihnen oder Ihren Kunden eintreffen. Verhindern Sie das!
Besten Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

Voila! Viel Esprit und Spaß beim Umsetzen!
Sollten Sie dennoch Fragen haben
: christof.g.pelz@grafifant.at

Christof. G. Pelz ist seit 20 Jahren als Grafik.Designer, Photograf und Texter tätig. Seit 1991 betreibt er das Unternehmen GRAFIFANT Creation. Grafik. Photo und hat maßgeblich in einzelnen Projekten und längerfristigen Beziehungen folgende Unternehmen (Böhler Welding, Erste Bank, IBM, ImmoFinanz, Ottakringer, Sparkassen, StadtWien, Toyota-Aisin, Vichy, Wirtschaftsbund, ...) und Medien (eMedia, Anima, BauJournal, Finanzzeitung, NewBusiness, Option, Presse, Shell-Journal, Topic, Sparkassenzeitung, Training, AustriaToday, ECR Today, Vienna Reporter, ...) als Art.Director, Grafik-Designer, Texter und Berater betreut.

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Christof G. Pelz
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Mobil +43 664 300 17 19
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